[Rezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Emotional, tiefgründig und gefühlvoll






Autor: John Green
Erscheinungsjahr: 2012
Verlag: Hanser
ISBN 978-3-446-24009-4
288 Seiten


Klappentext:

„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.




Meine Meinung:

Ich könnte jetzt schreiben: Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist kein gewöhnliches Krebsbuch. Blabla. Klar, stimmt. Das haben wir aber schon zur Genüge gehört, oder?
Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist ein tiefgründiger Roman über das Leben und Sterben mit zwei unvergleichlichen Protagonisten und scharfsinnigen Dialogen.
Kurz vor dem Ende fand ich das Buch so traurig, dass es gedauert hat, bis ich weiterlesen konnte. Das Ende war aber okay, sodass ich den Roman mehr als positiv im Gedächtnis behalten werde. Es gibt nicht viele Bücher, die ich nochmal lesen würde oder gar zu meinen Lieblingsbüchern zählen würde, doch dieses ist zweifelsohne eins davon.
Hazel ist 16 und hat seit drei Jahren die Diagnose "unheilbarer Krebs". Trotz der Krankheit ist sie wunderbar sarkastisch und scheint sich auch die Lebensfreude aufgehoben haben. Hazel leidet nicht und beschwert sich nicht. Trotzdem schickt ihre Mutter sie zur Selbsthilfegruppe, wo sie Augustus kennen lernt. Gus hat nur noch ein Bein, das andere hat er an den Knochenkrebs verloren. Seit der Amputation ist der Krebs nicht wieder ausgebrochen. Schnell entsteht eine enge Freundschaft zwischen Gus und Hazel (deren Namen ich übrigens wunderschön finde).
Wer bei diesem Buch nicht schmunzelt, dem kann ich auch nicht mehr helfen. John Green versteht es, den Leser vom Lachen zum Weinen zu bringen und andersherum.
Vor allem die Gespräche zwischen den beiden Freunden hat mir sehr gut gefallen. Sie sind tiefsinnig und für zwei 16- bzw 17-jährige eigentlich schon viel zu erwachsen. Trotzdem konnte ich nicht anders, als die Dialoge einfach zu genießen.
Ihr seht schon, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Viel mehr kann ich leider auch nicht zu dem Buch sagen. Kritik habe ich wirklich keine. Ein paar abschließende Worte: LEST. DIESES. BUCH!
Achja, die Verfilmung der englischen Version kommt gerade ins Rollen... Ich muss sagen, ich habe ein bisschen Angst davor. So gut wie das Buch kann der Film niemals werden.

Fazit: 

John Green hat es einfach drauf. Anders kann man das nicht sagen. Ich empfehle das Buch ohne Einschränkung. Definitiv das beste Buch seit Langem!

                                                     6 / 6 Herzen (am liebsten noch mehr!)

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