[Rezension] Little Secrets: Vollkommen Verliebt

Pfarrerstochter und Bad Boy






Autor: Abbi Glines
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Piper
ISBN 978-3-492-30439-9
320 Seiten

Klappentext:

Ashton hat es satt, allen etwas vorzumachen. Sie ist nicht die brave, anständige Pfarrerstochter, für die alle sie halten. Als ihr Freund Sawyer den Sommer über verreist, trifft sie seinen Cousin Beau wieder – den attraktiven Bad Boy der Stadt. Als Kinder waren sie beste Freunde, doch plötzlich knistert es heftig zwischen ihnen. Je mehr die beiden aber versuchen, voneinander zu lassen, desto unmöglicher wird es, dem eigenen Verlangen zu widerstehen …


Meine Meinung:

Tja. Rush of love war ja eher nicht so mein Ding. Trotzdem vergebe ich gerne zweite Chancen an Autoren. Das Resultat ist ganz ähnlich wie bei Frau Glines erstem Versuch. Eher verhalten.
Am Anfang hat es mich ziemlich gestört, dass Ashton anscheinend zuerst ein Mädchen war, das jeden Blödsinn gemacht hat, den man sich nur vorstellen konnte. Und auf einmal wird sie ganz brav, um ihrem Freund Sawyer zu gefallen. Und wird sich dessen bewusst, dass sie eine Pfarrerstochter ist. War sie das vorher nicht auch schon?
Naja, dann trifft sie sich jedenfalls mit Beau und ihre „verdorbene“ Seite kommt wieder zum Vorschein.
Ashton wird dem Leser anfangs als ein Mädchen vorgestellt, das zwar keine direkten Komplexe hat, aber sich auch nicht wunderschön oder gar begehrenswert findet. Natürlich (wie immer bei Abbi Glines) sehen das alle anders und sie ist die schönste Frau der ganzen Stadt.
Auf dieser Basis habe ich mich sehr gewundert, dass Ashton überhaupt nicht reagiert, als Beau ihr sagt, dass er sie heiß findet. Erst denkt sie noch darüber nach „Nein, er findet mich bestimmt nicht hübsch“, dann grinst sie ihn frech an, als er es ihr sagt. Man sollte meinen, dass sie erstaunt reagiert, sich freut oder es nicht nachvollziehen kann. Wenigstens irgendwas. Sie hat ja nichtmal was darüber gedacht! Nein, sie hat es einfach so hingenommen.
Was Beau angeht, hat er sich in meinen Augen auch merkwürdig verhalten. Einerseits ist er der Badboy der Stadt (wie mehrmals erwähnt wird), und hatte auch wohl nicht gerade wenig Kontakt mit dem anderen Geschlecht, und dann kommt er schon in seine Hose, obwohl Ashton ihn noch nicht mal angefasst hat. Unbelievable. Außerdem ist er überhaupt nicht überrascht, als er erfährt, dass seine angebetete Ashton noch Jungfrau ist. Ähnlich wie bei ihr, gibt es einfach gar keine Reaktion. Wenn er sie so wahnsinnig toll findet, müsste ihn das ja eigentlich noch schärfer machen, aber er geht gar nicht darauf ein. Obwohl Ashton seit drei Jahren in einer Beziehung ist…
Ich fand es ehrlich gesagt auch ziemlich krass von ihr, dass sie nach diesen drei Jahren ihr erstes Mal mit einem anderen hat. Ich glaube, wenn ich an ihrer Stelle gewesen wäre, hätte ich irgendwie meine Prinzipien gehabt. Naja, dieser „gedankenlose Sex“ war mir ja schon bei Rush of Love aufgefallen.
Die Erotik-Szenen an sich fand ich aber eigentlich gar nicht so schlecht. Meiner Meinung nach waren es nicht zu viele und die Stimmung war angemessen.
Die Liebesbeziehung zwischen Ashton und Beau hakte zwar an ein paar Stellen, aber an sich fand ich sie ganz okay.
Am Ende war mir alles ein bisschen zu „Friede-Freude-Eierkuchen“. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich alle so schnell wieder lieb haben :D Was mich auch gestört hat, war, dass es zwischendurch immer wieder so Momente gab, in denen ich mich einfach gefragt habe: Okay, wer bist du und was machst du hier? Nach 190 Seiten habe ich erfahren, dass Ashton jeden Sonntag im Kirchenchor singt. Entweder ich habe das überlesen, oder es wurde vorher tatsächlich noch nie erwähnt. Ganz ähnlich ging es mir mit einem gewissen Tony, der nach ca 260 Seiten auftauchte und mit Ashton redet…. In meinem Gedächtnis ist er jedenfalls nicht hängengeblieben.

Fazit:

Wie man sieht, war das Buch für mich nicht gerade der Burner. Ähnlich wie bei Rush of Love fand ich die Liebesgeschichte für sich betrachtet ganz okay. Es gab mir aber einfach zu viele Kritikpunkte. Kann das Buch also nur eingeschränkt weiterempfehlen. 

                                               3 / 6 Herzen

Vielen Dank an den Piper-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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