[Rezension] Die Welt, wie wir sie kannten

Ein erschreckend reales Weltuntergangsszenario 


Autor: Susan Beth Pfeffer
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Carlsen
ISBN 978-3551582188
412 Seiten

Klappentext

Was zählt, wenn jeder Tag der letzte sein könnte? Was, wenn die Welt über Nacht nicht mehr so ist, wie wir sie kannten? Gespannt verfolgt Miranda zusammen mit ihrer Familie und der ganzen Straße, wie ein Asteroid auf dem Mond einschlägt. Doch dann verläuft der Abend ganz anders als erwartet: Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geworfen und nichts ist mehr, wie es war. Über Nacht gerät die Welt aus den Fugen; Flutkatastrophen, Erdbeben und extreme Wetterumschwünge bedrohen die gesamte Zivilisation. Und Miranda und ihre Familie müssen lernen, dass bei großen Katastrophen gerade die kleinen Dinge zählen: Feuerholz, Klopapier, eine Dose Bohnen, Aspirin. Und dass sie alle zusammen sind.


Meine Meinung: 

Da ich gerne Endzeitromane lese, musste ich natürlich auch früher oder später zu diesem Buch greifen.
Miranda ist unsere Protagonistin und wir bekommen ihr Tagebuch zu lesen. Zu Anfang des Buches ist noch alles ganz normal. Wir erleben, wie Miranda zur Schule geht und erfahren, dass die neue Frau ihres Vaters schwanger ist. Nach einiger Zeit sagen die Astrologen vorher, dass ein Asteroid in den Mond einschlagen wird. Allerdings weiß zu dem Zeitpunkt noch niemand, welche verherenden Folgen das haben wird…
Der Mond wird nämlich näher an die Erde katapultiert und schnell bricht alles zusammen. Besonders die dann folgenden Szenen, in denen Mirandas Mutter schon zu ahnen scheint, was für schreckliche Zeiten auf die Familie zukommen, und beginnt, Konservendosen anzuhäufen, haben mir regelmäßig eine Gänsehaut verursacht. Irgendwie war das alles so real beschrieben, dass ich oft das Gefühl hatte, dass ich jetzt selbst schnell in den Supermarkt flitzen muss, um die Regale leer zu räumen.
Miranda als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie ist bei Weitem nicht perfekt, aber das macht es noch leichter, sich mit ihr zu identifizieren. Sie muss gemeinsam mit ihrer Familie wirklich harte Dinge durchmachen. Auch wenn sie am Anfang der Geschichte oft naiv, unüberlegt und egoistisch handelt, lässt dieses Verhalten mit der Zeit nach und Miranda wird sehr reif und aufopfernd.
Immer wenn ich dachte, dass es schlimmer nicht mehr kommen kann, setze die Autorin noch einen drauf und ich wurde eines Besseren belehrt.
Obwohl die Handlung sich nur um Mirandas Familie dreht, und wir nur aus ihren Erzählungen miterleben, was da eigentlich gerade in der Welt draußen vorgeht, gab es stets eine unterschwellige Spannung und ich wollte unbedingt wissen, ob Miranda und ihre Familie durchkommen.
Das Ende war soweit zufriedenstellend, auch wenn ich trotzdem wissen will, wie es in dieser verloren zu sein scheinenden Welt nun weitergeht und ob die Menschen überleben können. 

Fazit

Dieses Weltuntergangsbuch ist wirklich erschreckend real. Das liegt zu einem Großteil an den authentischen Tagebucheinträgen von Miranda, durch die wir alles hautnah miterleben. Ich empfehle das Buch jedem, der auf Endzeitszenarien steht, die ohne Zombies, aber mit Naturkatastrophen aufwarten. 

                                                  5 / 6 Herzen

Kommentare:

  1. Yes, geiles Buch. =D Band 2 fand ich dann nicht so überzeugen, aber Band 3 gefiel mir wieder wesentlich besser.

    Liebe Grüße
    Katie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hab gestern schon gesehen, dass es in dem zweiten Band gar nicht um Miranda geht.. Aber ich bin trotzdem gespannt, wie es weitergeht :)
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Ich habe mir mal wieder nur das Fazit durchgelesen, weil ich glaube diese Buch könnte etwas für mich sein :)


    Liebste Grüße<3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh ja, ich habs dir ja schon empfohlen :) Du musst es lesen!
      Allerliebste Grüße <3

      Löschen
  3. Hallo Stefanie,

    ich fand die besondere Atmosphäre in der Geschichte so toll. Auch, wenn es jetzt nicht superspannend war, konnte mich die Geschichte richtig fesseln. Und...beim Einkaufen schaue ich jetzt auch immer heimlich zum Konservenregal ;-)

    LG

    Kay

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallöchen,
      oh ja, dieser Tagebuchstil hat das Buch wirklich zu etwas Besonderem gemacht.
      Haha, ja im Fall der Fälle wüssten wir ja jetzt, was zu tun ist.
      Liebe Grüße

      Löschen
  4. Genau, im Fall der Fälle hat jeder von uns etwas gehortet und dann tun wir uns zusammen. Genialer Plan :D,

    LG

    Kay

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sehr gut, dann brauch ich mir ja keine Sorgen mehr zu machen :D
      Liebe Grüße

      Löschen
  5. Alle drei lohnen sich .. unbedingt lesen :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Jaa, ich hab die ganze Trilogie zum Glück schon hier stehen :)
      Liebe Grüße

      Löschen
  6. Wie konnte ich nur bis jetzt an diesem Buch vorbeigehen? Anscheinend habe ich nie den Klappentext gelesen... Den Mond finde ich nämlich total faszinierend! Schnell auf die Wunschliste damit!

    LG Lulu

    AntwortenLöschen