[Rezension] Letztendlich sind wir dem Universum egal

Jeden Morgen ein neuer Körper




Autor: David Levithan
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: FJB
ISBN 978-3841422194
400 Seiten

Klappentext

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?

Meine Meinung: 

Die Idee ist wundervoll außergewöhnlich. Jedoch bringt sie auch einige Probleme mit sich. A hatte nie einen „eigenen“ Körper, sondern kann immer nur Gast sein – und das auch nur für einen Tag. Sein Leben hat keine Beständigkeit. Bisher war das nicht allzu schlimm für ihn, doch eines Tages wacht er im Körper von Justin auf. Und lernt Rhiannon kennen. Er verbringt einen wundervollen Tag mit ihr und schnell weiß er: Wenn das nicht die große Liebe ist, was sonst?
Nur: Wie soll er es Rhiannon klar machen, dass sie nicht einen schönen Tag mit ihrem Freund Justin verbracht hat, sondern mit A, der in seinem Körper steckte?
Und wenn A immer wieder den Körper wechselt – zum Glück bleibt er dabei im Staat Maryland – wie soll er es schaffen, immer wieder Zeit mit Rhiannon zu verbringen? Und kann sie überhaupt jemanden lieben, der körperlos ist?
A war mir sehr sympathisch. Er wacht zwar in Mädchen- und Jungenkörpern auf, jedoch habe ich ihn irgendwie immer als Kerl gesehen. Er war mir sehr sympathisch und ich empfand ihn als sehr tiefgründig und reif. Er hat schon viel von der Welt gesehen, aus unterschiedlichen Blickwinkeln, und gerade das macht seine Erfahrungen so wertvoll.
David Levithan spricht oft das Thema Toleranz an, vor allem, wenn es um Homosexualität geht.
Im Laufe der Geschichte werden wir mit vielen Schicksalen konfrontiert, deren Geschichten mal mehr, mal weniger unterhaltsam sind. Krass fand ich es, mitzuerleben, wie A im Körper eines Drogenabhängigen oder einer Depressiven aufwachte.
Die Beziehung zwischen A und Rhiannon war zwar definitiv nicht immer einfach, jedoch hat sie mir sehr gut gefallen.
Das Ende hat mich irgendwie ein bisschen verwirrt, denn es ist ziemlich offen. Nicht unbedingt das, worauf ich gehofft hatte, nachdem schon so viele Andeutungen gemacht wurden. 

Fazit

Insgesamt hat mir As Geschichte wirklich gut gefallen. Sie ist einfach total anders und sehr tiefgründig. Ich kann nicht sagen, dass ich mit dem Ende schrecklich unzufrieden bin, aber irgendwie kommt es mir vor, als hätte meine Ausgabe ein paar Seiten zu wenig :D Trotzdem kann ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen, da es wirklich etwas Besonderes ist. 

                                                           5 / 6 Herzen

Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezi! Ich überlege seit der Buchmesse(!!!) ob ich mir das Buch hole, bin aber mega unentschlossen :-/!
    Ich mag die Idee auch total und kann mir kein richtiges Ende vorstellen, daher will ich es eigentlich total gerne lesen :)!

    LG Piglet ♥

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    1. Letztens in der Buchhandlung wieder überlegt :D! Ich denke ich werde es mir holen ;)!

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  2. Hey Liebes :)

    Das hört sich ja nach einen spannenden Buch an. Ich hab schon so oft überlegt, ob ich es kaufen soll. Vorallem, weil ich David Levithan bisher nur als Co-Autoren kennengelernt habe. Aber es scheint dir ja gefallen zu haben trotz der wenigen Kritikpunkte. :)

    Ganz liebe Grüße <3 <3
    Kim

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    1. :D Kennst du das, wenn man ein Buch im Nachhinein viel schlechter bewerten würde? So ist es auf jeden Fall mit diesem hier. Ich weiß überhaupt nicht, warum ich dem Buch 5 Herzen gegeben hab. Vielleicht, weil ich das Gefühl hatte, es mögen zu müssen. Hat mir eigentlich gar nicht soo gut gefallen.
      Liebste Grüße <3

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