[Rezension] Phantasmen

Und es ist ein böses Lächeln...




Autor: Kai Meyer
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Carlsen
ISBN 978-3551582928
400 Seiten 

Klappentext

Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.


Meine Meinung: 

Unsere Protagonistin Rain lebt in einer Welt mit Geistern. Woher sie kamen und warum sie da sind – niemand weiß es. Vor genau drei Jahren wurden die ersten Geister gesichtet. Gemeinsam mit ihrer Schwester Emma befindet sich Rain nun in der Wüste. An der Absturzstelle des Flugzeugs, mit dem ihre Eltern vor drei Jahren tödlich verunglückten.
Kurz darauf beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen: Die bisher harmlosen und reglosen Geister beginnen auf einmal zu Grinsen – und lösen damit eine weltweite Todeswelle mit wahnsinnigen Folgen aus.
In letzter Sekunde können Emma und Rain von dem plötzlich auftauchenden Tyler gerettet werden. Und kurz darauf können sich die Schwestern nicht mehr sicher sein, ob das Flugzeug ihrer Eltern wirklich abgestürzt ist…
Meine Gefühle bezüglich dieses Buchs sind gemischt. Ich hatte wirklich etwas komplett anderes erwartet, als mir der Autor letztendlich geboten hat. Das kann daran liegen, dass der Klappentext ziemlich wenig verrät und das in mir falsche Erwartungen geweckt hat.
Allerdings konnte mich die Geschichte für sich schon überzeugen, als ich mich einmal auf sie eingelassen hatte.
Typisch für Kai Meyer lebt das Buch von der Spannung. Wirklich, die lässt in keinem Moment nach. Das fand ich zwischendurch ein bisschen anstrengend.
Rain mochte ich ziemlich gerne und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Sie hatte es nicht leicht im Leben und zuletzt auf einem Afrika-Trip ein schweres Trauma erlitten, mit dem sie jetzt noch zu kämpfen hat.
Emma ist ziemlich speziell, da sie irgendwie keine Gefühle kennt. Das heißt aber nicht, dass sie gefühlskalt ist, sondern nur schonungslos ehrlich. Sie hat einen messerscharfen Verstand und hat sich für ihr Alter oft sehr vorbildlich benommen. Emma hat mich immer ein wenig an Zoe aus Night School erinnert.
Das ganze Weltuntergangsszenario, das Kai Meyer geschaffen hat, war schon ziemlich krass. Aber da muss ich ehrlich sagen, habe ich schon fesselndere gelesen. Das Ende hat mich zwar zufrieden gestellt, aber irgendwie hat mir da noch was gefehlt. Vielleicht mehr Hintergrundinformationen. 

Fazit

Insgesamt ist Phantasmen ein gelungener Einzelband mit tollen Protagonisten. Die Idee mit den Geistern war für mich neu, auch wenn die Erklärung dann doch eher ein alter Hut war. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der viel Spannung und Action mag in Kombination mit dem Genre Endzeitroman.  

                                                                  4 / 6 Herzen

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