[Rezension] Steelheart

Selbst der stärkste Gegner ist verwundbar 





Autor: Brandon Sanderson
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Heyne
ISBN 978-3453268999
448 Seiten
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Klappentext

Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …


Meine Meinung: 

Ich muss gestehen, dass SciFi mir eigentlich nicht so wirklich liegt. Mein Interesse für dieses Buch wurde jedoch geweckt, als es zunächst in der englischen und später auch in der deutschen Version fast ausschließlich positive Bewertungen bekam.
Ich bin also ein bisschen blind in das Buch hineingegangen und habe mal probiert, ob es mir gefällt.
Anfangs hatte ich tatsächlich ein paar Probleme, mich in die Geschichte hinein zu finden. Der Autor zeigte mir eine Szene mit dem Protagonisten David, die zehn Jahre vor der eigentlichen Handlung stattfand. Dann schmiss er mich in eine (für mich) völlig veränderte und unbekannte Welt, in der grausame Wesen, Epics genannt, herrschen. Wie gesagt, am Anfang hatte ich so meine Probleme, mich zurecht zu finden.
Mit der Zeit lernte ich ein bisschen was über David: Seit dem Tod seines Vaters, der von einem mächtigen Epic ermordet wurde, hatte David diese Wesen studiert und einiges an Wissen angehäuft. Nun versucht er sich verzweifelt einer Gruppe Rebellen anzuschließen, um seine Rache an Steelheart, dem Mörder seines Vaters, zu bekommen.
Erst nach ca 150 Seiten fing die Geschichte langsam an, mir besser zu gefallen und ich hatte endlich Spaß am Weiterlesen. Bis dahin hatte es sich für mich etwas gezogen. Nach dieser Eingewöhnungsphase wurde mir David aber richtig sympathisch. Anfangs fand ich ihn noch ziemlich substanzlos, doch nach und nach entwickelte er Charakter und bestimmte Eigenheiten, über die ich immer schmunzeln konnte.
Bei den Rächern, der erwähnten Rebellengruppe, befindet sich auch Megan. Sie ist ungefähr im gleichen Alter wie David und sehr kampferprobt, was dieser natürlich anziehend findet. Darüber hinaus behandelt sie David allerdings meistens abweisend, ohne dass dieser sich erklären kann, weshalb.
Als die Geschichte endlich an Fahrt aufnahm, hat sie mir richtig gut gefallen. Es gab viele Enthüllungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte und die das Ganze noch spannender machten. Auch an Action mangelte es absolut nicht. Was ich besonders mochte ist, dass die Gruppe im einen Moment einen Plan fasst, womit das Kapitel endet. Und das nächste Kapitel setzt dann einige Tage später ein, wenn die Mission startet. So blieben unnötige Zwischenpassagen und Langeweile Mangelware.
Auch alle anderen Charaktere, die in der Geschichte auftauchen, sind tolle Figuren. Jeder hat seine Eigenheiten und ist auf seine Art und Weise sympathisch und liebenswert.
Die Idee, die hinter dem Buch steckt, war wirklich toll und für mich auch etwas Neues. Jeder Epic hat eine besondere Fähigkeit, die es so nur einmal gibt. Manche können Illusionen erzeugen, manche produzieren Strom und so weiter… Doch eins haben sie gemeinsam: alle Epics sind durch und durch böse. Oder?
Das Ende war wirklich nervenaufreibend und spannend. Und ich will den zweiten Teil, jetzt sofort! 

Fazit:

Der Anfang war für mich gewöhnungsbedürftig, da ich normalerweise einfach nicht viel in diesem Genre lese. Aber letztendlich hat es sich doch gelohnt. Davids Geschichte konnte mich wirklich mitreißen und an vielen Stellen habe ich superschnell gelesen, weil ich einfach wissen wollte, wie unser Held aus einer ausweglos erscheinenden Situation entkommen kann. Für Fans des Genres ist das Buch sowieso zu empfehlen, aber auch Leser wie ich, die SciFi sonst nicht so zugewandt sind, sollten ruhig mal einen Blick riskieren. 

                                                                 5 / 6 Herzen

Kommentare:

  1. Na siehst, manchmal lohnt es sich dann doch über den eigenen Schatten zu springen ;) Ich fand besonders den Start fantastisch, weil es auf Anhieb spannend ist und man einfach wissen muss, wie es weitergeht. Freut mich, dass es dir letztendlich doch noch gut gefallen hat!

    Liebe Grüße,
    Tina

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  2. Ich hab mir nur das FAzit durchgelesen :D weil ich das Buch noch lesen möchte :)

    Dein Fazit hört sich richtig gut an & ich bin noch gespannter auf das Buch :))

    Allerliebste Grüße<3

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  3. Schöne Rezi, liebe Stefanie! Das Buch möchte ich ja auch lesen und habe bisher nur Gutes darüber gelesen. Ich lese gerade Memiana und Fantasy ist eigentlich auch nicht mein bevorzugtes Genre, aber man sollte allem eine Chance geben. Bisher bin ich von der Reihe absolut angetan! Toll das du nicht aufgehört hast zu lesen und es dir sehr gut gefallen hat.
    Liebe Grüße Uwe

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