[Rezension] Book of Lies


Autor: Teri Terry 
Erscheinungsjahr: 2016 
Verlag: Coppenrath 
ISBN 978-3649667520
400 Seiten

 Quinn und Piper sind Zwillinge, doch sie sind sich noch nie begegnet. Erst als ihre Mutter bei einem tragischen Unfall stirbt, treffen sich die Schwestern auf der Beerdigung. Piper ist begeistert und fasziniert. Für sie ist Quinn der Schlüssel zu einem uralten Familiengeheimnis. Doch Quinn ist voller Misstrauen. Warum wurde sie ihr Leben lang von ihrer Schwester ferngehalten? Schlummert in ihr tatsächlich eine dunkle Seite, vor der sie ihre Mutter und Großmutter immer gewarnt haben? Ist sie eine Gefahr für Piper? Während Quinn ihre Vergangenheit hinter sich lassen will, vergräbt sich Piper immer tiefer in die Mythen und Prophezeiungen, die sich um ihre Familie ranken – und tritt damit ein Inferno los.



Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Quinn und Piper geschrieben, dennoch fühlte ich mich Quinn näher und hatte immer das Gefühl, dass Piper noch etwas vor dem Leser verbirgt. 
Quinn war mir sympathisch, auch wenn sie aufgrund ihrer Erziehung manchmal ein bisschen seltsam ist. 
Am Anfang fand ich auch Piper ziemlich nett, doch mich hat ihre Art schnell gestört. Sie ist nur zufrieden, wenn alles so läuft, wie sie es haben möchte und noch dazu ist sie eine gute Schauspielerin. Ich konnte sie nicht richtig einordnen. 

Man merkt recht schnell, dass mehr hinter der Geschichte steckt, als nur eine seltsame Mutter und Großmutter. Es dauert aber eine Weile, bis man erfährt, worum es wirklich geht. Für einen Einzelband fast schon ein bisschen zu lange. Ich finde es immer ein bisschen problematisch, wenn plötzlich Fantasyelemente auftauchen, obwohl man als Leser nicht unbedingt damit gerechnet hat. Mir hat dieser Anteil (und damit fast die ganze zweite Hälfte) nicht so richtig gefallen, weil es einfach nicht so mein Ding war. 

Auch auf die Liebesgeschichte will ich kurz eingehen: Meiner Meinung nach wäre das Buch auch ohne ausgekommen. So war es irgendwie nichts Halbes und nicht Ganzes und außerdem für meinen Geschmack zu Insta-lovey.  

Der Schreibstil war recht einfach gehalten und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Spannung kam auf, obwohl einiges schon recht früh vorhersehbar war. Mir haben ein paar überraschende Wendungen gefehlt. Insgesamt fand ich die Geschichte auch ziemlich düster, was vielleicht noch dazu beigetragen hat, dass ich mich nicht so richtig fallen lassen konnte. 

Das Buch hat mich nicht total beeindrucken können. Nach dem Lesen habe ich nicht das Gefühl, dass ich noch großartig darüber nachdenken werde, es hat nichts in mir bewegt. Wenn das Buch Teil einer Reihe gewesen wäre, hätte ich vielleicht mehr Bindung zu den Charakteren aufbauen können. So hat mich nicht so wirklich gekümmert, was mit ihnen passiert. 
Insgesamt kann ich nicht sagen, dass das Buch mich enttäuscht hat, da ich keine wirklichen Erwartungen hatte, als ich anfing zu lesen. Die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen, danach wurde es mir zu fantasylastig. Ich konnte keine richtige Bindung zu den Charakteren aufbauen und leider hat mich das Buch auch nicht nachhaltig berührt. 
Das soll nicht heißen, dass ich das Buch schlecht fand - die Geschichte an sich war okay, die Autorin hat es geschafft, die Spannung so zu halten, dass ich das Buch fast an einem Tag gelesen habe. Aber es war leider auch kein "besonderes" Buch, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen würde. 

3,5 / 6 Blümchen 

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1 Kommentar:

  1. Mh schade, dass es dich nicht so überzeugen könnte. Ich habe es noch auf dem SuB liegen :)

    Liebst, Lara.

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