[Rezension] Grischa 01


Autor: Leigh Bardugo 
Erscheinungsjahr: 2012
Verlag: Carlsen 
ISBN 978-3551582850
352 Seiten 

 Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?



Das Buch hatte ich schon zwei Mal angefangen und wieder zur Seite gelegt, weil ich einfach nicht reinkam. Andererseits war das aber auch eine Geschichte, bei der ich mir von vornherein sicher war, dass sie mir gefallen würde. Und als der richtige Moment dann endlich gekommen war, war das zum Glück  auch der Fall. 

Die ersten zwei, drei Kapitel haben sich zwar noch ein bisschen gezogen und die Einführung war schon aufgrund der ganzen neuen Wörter schwierig, die die Autorin verwendet. Aber ich habe mich nach und nach daran gewöhnt und nachdem Alina zu den Grischa stößt, konnte ich das Buch kaum noch weglegen. 

Alinas Entwicklung in dem Buch hat mir sehr gut gefallen. Anfangs ist sie noch ein ziemliches Mauerblümchen und hat nicht den Mut, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Als ihr bewusst wird, wozu sie wirklich in der Lage ist, verändert sie sich und wird zu einer selbstbewussteren jungen Frau.
Während Alina unter der Aufsicht des Dunklen lernt, ihre Kräfte zu kontrollieren, ist sie ständig mit vielen anderen Grischa zusammen. Hier kommt es auch zu Zickenkrieg, was mich ein bisschen gestört hat. Das hatte die Autorin eigentlich gar nicht nötig.  

Maljen, Alinas bester Freund seit eh und je, hat mir nicht so gut gefallen. Er verhält sich gerade am Anfang ziemlich unsympathisch und ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass er nicht besonders viel für seine angeblich beste Freundin übrig hat. Dieses Gefühl hat sich leider auch später nicht richtig gegeben. 

Der Dunkle hat mich etwas verwirrt. Alina erwähnt immer wieder, wie sehr ihn das Volk fürchtet und auch sie selbst hat zunächst Angst vor ihm, kann er doch einen Menschen mit nur einer Bewegung zweiteilen. Zu Alina ist er aber ziemlich freundlich und zuvorkommend. 
Optisch konnte ich ihn mir nicht so gut vorstellen, da er als mächtiger Grischa zwar beinahe unsterblich ist, aber nirgends erwähnt wurde, wie alt er aussieht. 

Die Idee, dass bestimmte Leute magische Fähigkeiten haben, ist zwar nichts Neues. Aber das High Fantasy Setting, das stark an Russland angelehnt ist, hat die Geschichte zu etwas Besonderem gemacht. 

Gegen Ende des Buches gibt es noch mal einige Plottwists, die mich ziemlich überrascht haben und das Ende war spannend und macht Lust, weiterzulesen. 
 Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend wurde es, nachdem ich erstmal die ersten paar Kapitel hinter mich gebracht hatte. Das Setting war einfach toll und der Spannungsbogen der Geschichte hat mich völlig abgeholt. Ich freue mich schon darauf, weiterzulesen. 
5,5 / 6 Blümchen 

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