[Rezension] Infiziert



Autor: Teri Terry
Verlag: Coppenrath
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN 978-3649625995
480 Seiten


Shay ist schockiert, als sie die 12-jährige Callie auf einer Vermisstenanzeige wiedererkennt. Vor über einem Jahr ist sie dem Mädchen begegnet und dabei offenbar Zeugin einer Entführung geworden. Zusammen mit Callies Halbbruder Kai macht sie sich auf die Suche – nicht ahnend, welche Katastrophe bereits auf das ganze Land zurollt. Denn Callie wurde nicht nur entführt, sondern als Forschungsobjekt missbraucht. Und der Erreger, mit dem das Mädchen infiziert wurde, breitet sich nun in Großbritannien aus.
Als auch Shay plötzlich Symptome der tödlichen Krankheit zeigt, beginnt für sie und Kai ein Wettlauf gegen die Zeit ...





Das letzte Buch, das ich von Teri Terry gelesen habe, war Book of Lies und das fand ich ehrlich gesagt nicht so toll. Deshalb wollte ich Infiziert auch zunächst gar nicht kaufen. Aber dann habe ich in der Buchhandlung ein paar Seiten reingelesen und mich doch hinreißen lassen... Zum Glück! 

In Infiziert geht es um die 16-jährige Shay, die mit ihrer Mutter in einem kleinen Dörfchen in Schottland lebt. Alles ist ganz normal, bis Shay Zeugin eines Verbrechens wird - allerdings erfährt sie erst ein Jahr später, dass es sich um eine Entführung handelte. So kommt sie mit Kai in Kontakt, dessen kleine Schwester Callie das Mädchen ist, das Shay an jenem Tag in ein Auto hat steigen sehen. 

Das Buch erzählt abwechselnd aus der Sicht von Callie und Shay. Anfangs habe ich mich ein bisschen gewundert, dass Callies Sprache nicht kindlicher ist, da sie erst zwölf Jahre alt ist. Aber dann gab es doch immer wieder Dinge in ihrem Verhalten, die man schon als kindlich einstufen konnte. Callie muss zu Anfang des Buches fürchterliche Dinge über sich ergehen lassen und danach ist sie nicht mehr dieselbe. Sie fühlt sich einsam und verängstigt. Obwohl diese Umstände schon mitleiderregend sind, hatte ich zu keinem Zeitpunkt echte Sympathie für Callie. Ihre Beweggründe mochte ich manchmal nicht, da sie teilweise sehr egoistisch handelt. 

Shay hingegen mochte ich sehr gerne. Sie ist sehr klug, hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis und ist auch nicht auf den Mund gefallen. 

Die Liebesgeschichte, die sich zwischen ihr und Kai anbahnte, fand ich etwas zu spontan, aber sie war trotzdem ganz nett. Kai konnte ich nie so ganz greifen, ich kann mich auch nicht erinnern, dass zu irgendeinem Zeitpunkt sein Alter erwähnt wurde. Er war ganz nett, aber jetzt auch nicht der authentischste Charakter. 

Die beiden sind den Großteil des Buches auf der Flucht vor dem Militär, was in Kombination mit diesem Endzeit-Setting total spannend war.
Die Geschichte hat sich sehr interessant entwickelt und ich war zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Stets wollte ich wissen, wie es weitergeht und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Es kommen immer neue Dinge ans Licht, die dem Ganzen eine neue Wendung verleihen. 

Bei einigen Dingen bin ich mir ziemlich sicher, dass ich sie schon nach dem ersten Drittel vorhersehen konnte, da das Geheimnis aber noch nicht gelüftet wurde, kann ich das wohl erst im nächsten Band sicher sagen, auf den ich mich schon sehr freue. 





Ich bin ein absoluter Fan des Endzeit-/ Virusgenres, auch wenn Infiziert völlig ohne Zombies auskommt. Die Geschichte konnte mich absolut fesseln, las sich durchgehend flüssig und hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Ich freue mich auf Teil 2!



Kommentare:

  1. Ahoy Stefanie,

    mir ging es genau andersherum - Book of Lies habe ich GELIEBT, während mich Infiziert zwar packen, allerdings nicht restlos überzeugen konnte. Irgendwie war für mich alles so vorhersehbar, ab einem gewissen Punkt :/

    Naja, so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen - und das ist ja auch gut so :D


    Liebste Grüße und einen schönen Abend noch, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/11/infiziert.html

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