[Rezension] Lady Midnight



Autor: Cassandra Clare 
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: McElderry Books 
ISBN 978-1442468351
720 Seiten 

 It’s been five years since the events of City of Heavenly Fire that brought the Shadowhunters to the brink of oblivion. Emma Carstairs is no longer a child in mourning, but a young woman bent on discovering what killed her parents and avenging her losses.

Together with her parabatai Julian Blackthorn, Emma must learn to trust her head and her heart as she investigates a demonic plot that stretches across Los Angeles, from the Sunset Strip to the enchanted sea that pounds the beaches of Santa Monica. If only her heart didn’t lead her in treacherous directions…
Making things even more complicated, Julian’s brother Mark—who was captured by the faeries five years ago—has been returned as a bargaining chip. The faeries are desperate to find out who is murdering their kind—and they need the Shadowhunters’ help to do it. But time works differently in faerie, so Mark has barely aged and doesn’t recognize his family. Can he ever truly return to them? Will the faeries really allow it?




Seit ich City of Heavenly Fire gelesen habe, ist nun schon ein Jahr vergangen. Eigentlich wollte ich Lady Midnight schon viel früher anfangen, aber eigentlich soll man davor auch die Tales of the Shadowhunter Academy lesen und darauf hatte ich irgendwie bislang nicht so Lust. Also habe ich jetzt einfach alle Vorsicht in den Wind geschlagen und mich an den dicken, blauen Wälzer gewagt.

In Lady Midnight begegnen wir Emma Carstairs, einer Nachfahrin von Jem Carstairs, die im Institut von L.A. wohnt. Gemeinsam mit ihrem besten Freund und Parabatai Julian Blackthorn passen die beiden auf seine vier jüngeren Geschwister auf, die seit dem Dunklen Krieg keine Eltern mehr haben.

Zu eben jener Zeit wurden auch Emmas Eltern auf brutale Weise ermordet und es wurde nie herausgefunden, wer dafür verantwortlich war, oder was die seltsamen Markierungen auf den Leichen zu bedeuten haben. Als jetzt, fünf Jahre später, ein neuer Mord geschieht, der große Ähnlichkeiten zum Carstairs-Fall aufweist, setzt Emma noch einmal alles daran, den Mörder zu finden.

Es war wirklich angenehm, wieder in die Welt der Shadowhunter einzutauchen. Cassandra Clare kann einfach eine Atmosphäre erschaffen, die sich ein bisschen wie nach Hause kommen anfühlt (und dabei bin ich noch nicht mal der ultimative Fan des Shadowhunter-Universe). Gerade mit dem Institut von L.A. ist ihr das sehr gut gelungen, was zu einem sehr großen Teil an Julian liegt. Seit er vor fünf Jahren seinen besessenen Vater ermorden musste, kümmert er sich um seine kleinen Geschwister und ist wie eine Vaterfigur für sie. Julian denkt an alles, schafft es, die Balance zwischen  Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit zu halten und nebenbei einen ganzen Haushalt zu schmeißen. Dabei beschwert er sich kein einziges Mal.

Kein Wunder, dass Emma feststellt, dass ihre Gefühle für ihren besten Freund vielleicht nicht nur freundschaftlicher Natur sind. Auch wenn sie sich das nicht eingestehen will, schließlich ist eine Liebe unter Parabatai strengstens verboten und hat schlimme Konsequenzen.
Nichtsdestotrotz entwickelt sich natürlich langsam etwas zwischen Emma und Julian und diese leichte Liebesgeschichte hat mir sehr gefallen.

In dem über 700 Seiten dicken Wälzer passiert eine ganze Menge, den man von Anfang an nicht unbedingt voraussehen kann. Wir lernen sehr viele neue Charaktere kennen, es tauchen aber auch häufig alte Bekannte auf. Neben dem Konflikt, der sich spannend entwickelt, gibt es immer wieder auch Szenen, die den Alltag im Institut zeigen, und die mir persönlich sehr gefallen haben. Die Blackthorns sind einfach eine richtig tolle Familie, die zusammen viel durchstehen mussten, aber die Liebe, die zwischen ihnen herrscht, ist zu jeder Zeit deutlich spürbar. Jeder einzelne Bewohner des Instituts war so gut ausgearbeitet und hatte so viele Einzelheiten, dass man sie einfach alle ins Herz schließen musste.

Das Rätsel um den Mord an Emmas Eltern bzw den neuen Mord, der große Ähnlichkeiten dazu hat, steht als Hauptkonflikt im Vordergrund. Hier gab es immer wieder neue Wendungen, die die Ermittlung in eine neue Richtung gelenkt haben und sodass es an Action nicht fehlte.
Am Ende geht es nochmal richtig zur Sache und es passieren einige Dinge, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte. Auch wenn ich noch nicht so hundertprozentig weiß, wie der Konflikt im nächsten Band aussehen wird, bin ich doch gespannt darauf, es herauszufinden.
Cassandra Clare hat mich mit Lady Midnight nicht enttäuscht. Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus Kampfszenen, Mordermittlungen, wundervollem Familienleben und eine langsam entflammenden Liebe zwischen besten Freunden. Abgerundet mit vielen liebenswerten Charakteren und einem angenehmen Schreibstil ist dieser Reihenauftakt eine Empfehlung für alle, die Fantasy mögen und die die vorherigen Bücher der Autorin auch schon gelesen haben. 



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